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Verstärkungsfasern
Verstärkungsfaser dienen in einem GFk-Bauteil vor allem der Steigerung der Stabilität. Unterschiedliche Anforderungen erfordern hierebi unterschiedliche Faser- und Webearten.
Glasfasermatte
Glasfilamentgewebe
Carbon
Glasgelege
Abreißgewebe
Trennmittel
Trennmittel bestehen in der Regel aus Wachs, oder PVA-Trennlack. Wachse können sowohl in flüssiger Form, oder in pastöser Form vorliegen.
Trennmittel
Pastös & Flüssig
Pastöse Trennmittel werden für offenporige Strukturen (z.B. Gips), flüssige Trennmittel für geschlossenporige Strukturen (z.B. GFK-Formen) verwendet.
Epoxid Grundierung
Epoxid Hafgrund bzw. Epoxid Proimer wird häufig zur Steigerung der Haftung zwischen einem Epoxidlaminat und dem Untergrund eingesetzt.
Grundierung
Polyester Haftgrund
MIt dem Polyester Haftgrund bzw. Polyester Primer lässt sich die Haftung von Polyesterharz auf verschiedenen Untergründen wie etwa Holz und Metall steigern.
Polyesterspachtel
Epoxidspachtel
Klebstoffe
Polyesterspachtel
Polyesterspachtel werden vorzugsweise im KFZ- Bereich verwendet. Sie härten schnell durch und können kurzfristig weiterverarbeitet werden.
Epoxidspachtel
Epoxidspachtel wird häufig im Bootsbau verwendet. Die Osmose- beständigkeit erlaubt es Epoxid Spachtelmassen auch im Unterwasser- bereich einsetzen.
Klebstoffe
Die Auswahl eines Klebers hängt vorallem von den zu verklebenden Produkten und der geforderten mechanischen/thermischen Eigenschaften ab.
Polyesterfarbpaste
Epoxidfarbpaste
Polyurethanfarbpaste
Farbpaste
Farbpasten können zur Einfärbung von allen Kunstharzen eingesetzt werden. Bei der Auswahl ist auf die Harzbasis abzustellen.
Füllstoffe
Füllstoffe
Füllstoffe werden in der Regel zur Änderung der Viskosität bzw. der mechanischen Werte dem Kunsharz zugesetzt.
Abformsilikon
Abformsilikon wird zur Herstellung von Formen verwendet. Abformsilikon kann durch Hinzufügen von Thixotropiermittel als Streichsilikon verwendet werden.
Abformsilikon
Shore Härte
Die Härte von Silikon wird in Shore-A gemessen. Die Auswahl der Shore-Härte hängt stark vom Bauteil und dessen Geometrie ab.
Knetsilikon
Knetsilikon wird vorzugsweise für schnelle Abformungen verwendet. Hierbei werden beide Komponenten durch kneten miteinander homogen vermengt.
Knetsilikon
Transluzenz
Abformsilikon kann zweifarbig, oder transluzent bereit gestellt werden. Transluzenz besitzt den Vorteil, dass man das Bauteil in der Form sehen kann.

Tipps für den Teichbau – Warum glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK) das bevorzugte Material sein sollte

Anleitung zum Bau eines GFK-Teiches

Viele Eigenheimbesitzer liebäugeln mit der Anschaffung einer Teichanlage im Garten. Doch ist die Entscheidung gefallen, tauchen schnell die ersten Fragen auf. Soll es eine fertige Teichwanne sein? Folie? Oder doch lieber ein Teich, der mittels glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK-Teich) errichtet wird?

Wer seine Teichanlage individuell gestalten möchte, wird mit der Teichwanne vermutlich nicht glücklich werden. Auch Teichfolien haben ihre Tücken. Besser ist es da, gleich auf die GFK-Variante zu setzen.

Glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK) – robust, langlebig und perfekt in der Optik

Schon seit vielen Jahren ist glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK) das Material der Wahl, wenn es darum geht, einen Teich zu konzipieren. GFK lässt sich gut verarbeiten, ist langlebig, robust und punktet zudem mit einer tollen Optik.
Teichliebhaber werden begeistert sein – sowohl vom Handling als auch vom Ergebnis.

Die Vorzüge von glasfaserverstärktem Kunststoff

Wer sich beim Bau eines Teiches für einen GFK-Teich entscheidet, bekommt ein Material, bei dem in mehreren Schichten Verstärkungsfasern in (zumeist) Polyesterharz getränkt und verarbeitet wurden.
Die Anzahl der Laminatlagen richtet sich nach der Größe des gewünschten Beckens sowie nach dem bevorzugten Untergrund.

Weitere Vorteile von glasfaserverstärktem Kunststoff im Überblick:

  • Versprödungs- und UV-resistent
  • Längere Haltbarkeit als Teichfolie
  • Keine unschönen Falten und Folienränder
  • Keine Beschädigung bei Reinigungsarbeiten
  • Problemloses Anlaminieren von Kaskaden, Bachläufen und Wasserfälle
  • Individuelle Gestaltung von Ufer- und Tiefzonen
  • Minimierung des Kapillar-Effektes
  • Auswahl des Deckschicht (Topcoat)-Farbtons

Der Beschichtungsaufbau/Untergrund des Teichs

Für den Aufbau des Teichs aus glasfaserverstärktem Kunststoff bedarf es eines passenden Untergrundes. Folgende Untergründe sind geeignet:

  • Zementputz
  • Mauerwerk
  • Beton

Wichtiger Hinweis hierzu:

Soll der Untergrund des Teiches aus Beton, Mauerwerk oder aber Putz bestehen, so darf die Beschichtung erst nach Ablauf von ca. einem Monat erfolgen!

Teichbau mit Glasfasermatte, Polyesterharz Resinpal 1719 und Topcoat Resinpal 1305

Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten, zu einem Teich zu kommen. Viele der Varianten sind jedoch extrem kostspielig. Darüber hinaus müssen vielfach auch Abstriche in Qualität und Optik hingenommen werden.

Nachfolgend zeigen wir Ihnen exemplarisch auf, wie preiswert, schnell und doch hochwertig Teichbau sein kann, wenn Sie GFK verwenden.

Materialeinsatz

Eine Glasfasermatte besteht aus geschnittenen, nicht orientierten E-Glasspainfäden. Sie ist mit einer Silanschlichte versehen; als Binder wird ein sogenannter Mattenbinder auf Polyesterbasis genommen.
Pro m² und Beschichtungslage benötigen Sie:

  • 1 m² Glasfasermatte 300g/m²
  • Polyesterharz / rd. 0,8 – 1 Kg
  • Topcoat / rd. 0,5 – 1 Kg
  • Ev. Farbpaste / 10 %

Herstellung des GFK Teichs – Eine mögliche Anleitung

Ist der Teich ausgehoben, geht es daran, den Teichrand zu nivellieren. Hier sollten Sie darauf achten, dass sämtliche Unebenheiten, wie spitze Steine, Baumwurzeln oder Ähnliches beseitigt sind.
Im Anschluss an die Vorarbeiten geht es dann an die Befestigung des Teichs. Hierfür ist Beton die erste Wahl, da der Laminataufbau ansonsten problematisch sein wird.

Wichtig! Bitte beachten Sie, dass der Beton vor der Weiterverarbeitung komplett abgetrocknet ist.

Der Laminataufbau

 

Für den Tag des Laminataufbaus sollten Sie das perfekte Wetter wählen – keinesfalls dürfen die Arbeiten bei extremer Sonneneinstrahlung stattfinden. Im Zweifel besorgen Sie eine Plane, die den Arbeitsbereich vor der Sonne schützt. Hier müssen Sie allerdings darauf achten, dass sich die Styroldämpfe unter der Plane nicht anstauen.

Bevor Sie mit dem eigentlichen Laminataufbau beginnen, muss sichergestellt werden, dass Feuchtigkeit aus Boden oder Beton später keinen Schaden anrichten kann. Aus diesem Grund muss zunächst eine dünne Schicht Polyesterharz aufgetragen werden. Das Polyesterharz hat gleich zwei Funktionen: Zum einen dient es als Sperrschicht, zum anderen als Haftgrund.
Empfehlenswert ist es, zunächst nur geringe Mengen anzumischen, da die Verarbeitungszeit auf maximal 20 bis 25 Minuten begrenzt ist. Das Polyesterharz, oder der Polyurethan Haftgrund / Polyurethanharz kann sowohl mit dem Pinsel als auch mit einer Rolle aufgetragen werden. Der Untergrund muss in jedem Fall fett- und staubfrei sein.

Nach dem Auftrag des Polyesterharzes muss der Untergrund nun ausreichend antrocknen. Der Laminataufbau sollte bestenfalls erst dann beginnen, wenn die Oberfläche zwar noch etwas klebrig, mit dem Finger jedoch nicht mehr eindrückbar ist.

Laminataufbau – Glasfasermatten überlappend auslegen

Sind sämtliche Vorarbeiten angeschlossen, kann mit dem eigentlichen Laminataufbau begonnen werden. Zunächst wird die erste Lage Glasfasermatte ausgelegt und ein wenig angedrückt. Wichtig ist hierbei, dass die Matten ein wenig überlappen und nicht Stoß an Stoß positioniert werden. Empfehlenswert ist eine Überlappung von rund 5 bis 10 cm. Sie brauchen keine Angst zu haben, dass die Optik hier Schaden nimmt: Die Matten sind auf einer Seite ausgerissen, sodass die Sichtbarkeit der Überlappung reduziert ist. Diese erste Lage wird nun mit dem Polyesterharz Resinpal 1719 getränkt.

Entlüften der Matten

Die harzgetränkten Matten wirken, wenn Sie genügend Polyesterharz verwendet haben, durchscheinend. Doch helle Flächen deuten häufig auch auf einen Lufteinschluss hin. Bevor Sie also erneut Harz auftragen, sollten Sie eventuelle Luft entfernen. Dies geht ganz praktisch mit einer Entlüfterrolle. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie die Glasfasermatte immer langsam und zum Rand hin entlüften.

Zu viel Harz aufgetragen?

Haben Sie insgesamt zu viel Polyesterharz aufgetragen, sodass die Glasfasermatte luftundurchlässig geworden ist, macht es hingegen wenig Sinn, mehrfach mit der Entlüftungsrolle zu arbeiten. In diesem Fall ist es sinnvoller, die Luftblasen zu öffnen, beispielsweise mit einem spitzen Messer.

Die zweite Lage aufbringen

Bevor Sie die zweite Lage Glasmatten aufbringen, sollte sich die erste Lage in einem ordnungsgemäßen Zustand, mit genügend Harz und ohne Luftblasen, befinden. Natürlich können Sie sich mehrere Tage Zeit für die Arbeiten nehmen, sinnvoller ist es jedoch, ein Nass-in-Nass Verfahren zu wählen. Der Vorteil: Die zweite Lage kann überschüssiges Polyesterharz aus der ersten Lage aufnehmen, sodass Sie weniger Kunstharz benötigen.
Die zweite Mattenlage sollte bestenfalls 10 Zentimeter versetzt ausgelegt werden.

Sollte es Ihnen nicht möglich sein, das Nass-in-Nass Verfahren umzusetzen, können Sie mit dem Resinpal 1719 ohne Anschliefen weiterlaminieren. In jedem Fall sollten Sie aber darauf achten, dass eine geschlossene Oberfläche vorhanden ist. Offene Stellen können Sie mit einem kleinen Stück Glasfasermatte schließen.

Versiegelung mit Topcoat Resinpal 1305

Nach der Beschichtung und vollständigen Aushärtung können Sie damit beginnen, die Fläche mit Topcoat Resinpal 1305 zu versiegeln. Wichtig: Schleifen Sie zuvor eventuelle Faserhärchen vollständig ab, denn diese könnten später Wasser saugen – es bildet sich Osmose.

Topcoat Resinpal 1305 ist leicht mit einem Pinsel oder mit einer Walze aufzutragen. Achten Sie jedoch darauf, dass das Laminat vollständig mit Harz bedeckt ist. Ansonsten kann auch hier Wasser ins Laminat difundieren.

Soll Farbpaste verwendet werden, so ist diese jetzt dem Topcoat zu 10 % beizumischen. Der MEKP-Härter wird erst nach der Farbpaste dazugegeben. Die Härterzugabe bemisst sich am reinen Topcoat-Gewicht ohne die Farbpaste.

Die Härtung

Zur Aushärtung benötigt das Polyesterharz Resinpal 1719 ein Reaktionsmittel. Bei Raumtemperatur ist beispielsweise ein MEKP-Härter in der Menge von 1,5 bis 2 Prozent nötig. Je höher die Temperatur ist, desto geringer ist die Menge des benötigten Härters. In puncto Arbeitszeit bedeutet dies wiederum: Je mehr Härter Sie verwenden, desto weniger Zeit haben Sie für die Verarbeitung des Materials. Bitte beachten Sie, dass die Durchhärtung bis zu einer Woche dauern kann, je nach Witterung und anderen Umgebungseinflüssen. Das Polyesterharz und das Topcoat sollten bei der Verarbeitung in Höchstmengen von jeweils 1 kg mit MEKP-Härter versetzt werden, sonst besteht die Gefahr, dass das Harz noch während der Verarbeitung härtet.

Die richtige Verarbeitungstemperatur

Während der Dauer der Aushärtung sollte die Temperatur nicht unter 18 °C liegen, da die Aushärtung ansonsten behindert würde. Gleichermaßen ist zu starke Sonneneinstrahlung zu vermeiden.

Schutzkleidung ist wichtig

Wenn Sie mit Polyesterharzen arbeiten, sollten Sie auf den richtigen Arbeitsschutz achten. Das Tragen von Handschuhen ist angeraten. Darüber hinaus ist es wichtig, eine Arbeitsbrille und auch einen Mundschutz zu nutzen.

Unterschied bei der Verarbeitung zwischen Pool und Teich

Grundsätzlich ist die Verarbeitung bei einem Pool ähnlich wie die beim Teich. Der große Unterschied liegt in der Wahl des Materials. Hierbei ist von entscheidender Bedeutung, dass in einem GFK-Schwimmbad in der Regel Chlor eingesetzt wird. Diese Chlorbelastung führt dazu, dass ein spezieller Topcoat eingesetzt werden sollte. Das ISO-NPG-Topcoat ist chemikalienbeständiger als gängige ISO-Topcoat und Ortho-Topcoat.

Zusammenfassung

Nachfolgend fassen wir noch mal die wichtigsten Hinweise für Sie zusammen:

  • Beschichtung und Aushärtung sollten nicht unter direkter Sonneneinstrahlung erfolgen, da UV-Strahlen für negative chemische Prozesse sorgen
  • Überdosierung des Härters ist zu vermeiden, da hierdurch eine Rissbildung entstehen kann
  • Arbeitsmaterialien, wie Walzen oder Pinsel, müssen sauber sein
  • Mischverhältnisse müssen exakt eingehalten werden
  • Der Topcoat sollte für eine perfekte Härtung in einer Stärke zwischen 0,3 und 0,5 mm aufgetragen werden
  • Topcoat sorgt nicht für ganz glatte Oberflächen, sondern bleibt leicht erkennbar
  • Der Behälterinhalt ist vor der Verarbeitung gut durchzurühren
  • Es empfiehlt sich, eine erste Probebeschichtung durchzuführen

Bitte beachten Sie:

Wir können keine Gewährleistung für das Verarbeitungsergebnis übernehmen – zu vielfältig sind die Anwendungsmöglichkeiten und zu unterschiedlich die Witterungseinflüsse während der jeweiligen Verarbeitung.
Wir empfehlen, in jedem Fall erste Probearbeiten durchzuführen, bevor der eigentliche Aufbau beginnt.

Für die ordnungsgemäße Verarbeitung der einzelnen Produkte erhalten Sie von uns entsprechende Produktdatenblätter. Erscheinen neue Praxishilfen, werden alte Versionen umgehend ungültig.
Sollten Sie unsicher sein, ob Ihnen das richtige Datenblatt vorliegt, nehmen Sie Kontakt zu uns auf.


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