Der Formenbau mit Epoxidharz bietet im Gegensatz zum Formenbau mit Polyesterharz den Vorteil des geringen Schrumpfes und der höheren Festigkeit.

Der Formenbau mit Epoxidharz kann nach folgendem Ablauf von statten gehen:

Eintrennen der Form:

Als ersten Schritt muss die Form eingetrennt werden. Dies kann auf unterschiedlichen Wegen erfolgen. Hierbei ist der Untergrund von Bedeutung. Bei porösen Untergründen sollte Trennpaste aufgetragen werden. Dieses wird aufgetragen und in schneller Abfolge wieder leicht heraus poliert. Bei neunen Formen sollte der Auftrag mehrmals erfolgen.
Bei glatten Formen sollte das flüssige Trennwachs verwendet werden. Das Trennwachs (flüssig) wird mittels eines weichen Tuches auf die Form aufgtragen. Nach dem Ablüften entsteht eine matte Oberfläche. Die Oberfläche sollte nach dem Ablüften mit einem weichen Tuch leicht aufpoliert werden. Bei neunen Formen sollte diese Prozedur 3-4 Mal wiederholt werden. Nach dem Eintrennen mit Trennwachs kann noch zusätzlich PVA-Trennlack aufgetragen werden. Der PVA-Trennlack wird mithilfe eines Schaumpinsels, oder einem weichen Schaum aufgetragen. Nach einigen Minuten entsteht eine folienartige Oberfläche. Diese darf nicht mehr poliert werden. Der Auftrag von PVA-Trennlack erfolgt nur ein einziges Mal. Solltennach dem Entformen Reste von PVA-Trennack auf der Form verbleiben, kann dies mit warmen Wasser abgewaschen werden.

Nach dem Eintrennen der Form erfolgt der Auftrag des Epoxid-Formenbau-Gelcoat. Idealerweise erfolgt ein zweimaliger Auftrag im Kreuzgang. Dazu wird der Epoxid Formenbau-Gelcoat mit dem Härter homogen vermischt. Nach dem Vermischen wird das Epoxid-Formenbau-Gelcoat mit Pinsel auf die Form aufgetragen. Nach dem gelieren der ersten Lage kann mit dem Auftrag der zweiten Lage begonnen werden. Die zweite Lage kann dann aufgetragen werden, wenn die erste Lage gehärtet, aber noch klebrig ist.

Nach dem das Fomenbau Gelcoat gehärtet ist, kann mit dem Laminieren begonnen werden. Für die Form können verschiedene Arten von Lagenaufbau gewählt werden. Ein möglicher Lagenaufbau ist ein Sandwich aus Glasfilamentgewebe / Glasfasergelege / Glasfilamentgewebe. Dieser Lagenaufbau gewährleistet eine sehr hohe Festigkeit bei leichtem Gewicht. Beim Lagenaufbau wird zuerst das Glasfilamentgewebe auflaminiert. Idealerweise erfolgt das Laminieren der nächsten Lage naß-in-naß. Dabei ist zu beachten, dass jede Lage entlüftet ist. Dies kann bspw. durch einen Entlüftungsroller erfolgen. Sollte der Lagenaufbau nicht naß-in-naß erfolgen können, so musss die letzte Lage angeschliffen werden, bevor eine neue Lage aufgetragen wird.

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