Glasfasermatte bzw.Glasmatte sind nicht verwebte Verstärkungsfasern für die Herstellung von Faserverbundwerkstoffe.

Bei der Herstellung werden Glasfasermatten mit Bindemitteln durchsetzt. Bei der Verarbeitung werden die Glasfasermatten mit Polyesterharz getränkt. Das im Polyesterharz vorhandene Styrol führt zur Auflösung des Bindemittel. Dadurch lassen sich die Glasfasermatten leicht in die gewünschte Form hineindrapieren.

Faserverbundwerkstoffe die mit Glasfasermatte produziert werden besitzen aufgrund der ungeordneten Struktur der Glasfasermatte einen geringeren Faservolumenanteil als bspw. Faserverbundwerkstoffe mit Glasfilamentgewebe oder Glasfilamentgewebe .

Glasfasermatten besitzen eine hohe Drapierfähigkeit und sind darüber hinaus günstiger als die meisten anderen Verstärkungsgewebe.

Bei der Verarbeitung von Glasfasermatten ist darauf zu achten, dass bei mehrlagigem Laminataufbau zunächst eine Glasfasermatte mit geringerem Flächengewicht verwendet wird. Je geringer das Flächengewicht, desto leichter ist die Glasfasermatte drapierbar. Bei weiteren Lagen kann dann zum Zweck der Verstärkung Faserverbundwerkstoffes auf Glasfasermatten mit höherem Flächengewicht zurückgegriffen werden.

Glasfasermatten unterscheiden sich zunächst einmal in Ihrem Flächengewicht. Die gängigsten Sorten sind 300 g/m² bzw. 450 g/m².

Darüber hinaus gilt bei der Glasfasermatte die Unterscheidung nach dem Bindungstyp. Es gibt pulvergebundene Glasfasermatte und Emulsionsgebundene Glasfasermatte. Die Pulverbindung basiert auf ein pulverförmiges Polyesterharz. Die Emulsionbindung basiert auf ein Polyvinylacetat- Wasser-Gemisch. Die Unterschiede in der technischen Ausprägung im Faserverbundwerkstoff sind durch den technischen Fortschritt nur noch marginal. Im geringen Maße gelten aber auch noch folgende Grundsätze. Pulvergebundene Glasfasermatten / Glassmatten sind schlechter drapierbar. Dafür sind sie wasserbeständiger und das Laminat wird nicht beim laminieren getrübt. Emulsionsgebundene Glasfasermatte / Glasmatte hingegen lässt sich leichter verarbeiten, es weist jedoch eine geringere Wasserbeständigkeit im Laminat auf und beim laminieren entsteht ein milchiger Schleier.

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